Jagd nach Mister X

Samstag 6:39 Uhr:
In Höchstadt an der Schwedenschanze sammelt sich ein kleines Grüppchen Wasserwachtler.

Selbst für einen normalen Trainigssamstag ist diese Uhrzeit zu früh, jedoch sieht keines der 19 Kinder, Jugendlichen und Trainern müde aus. Mit einem Lächeln auf den Lippen geht es mit dem Bus nach Erlangen und von dort mit dem Zug weiter nach Nürnberg.

In Nürnberg angekommen ist das Ziel der Gruppe die Zentrale des Roten Kreuzes Ortsverband „Nürnberg-Stadt“.
Im großen Versammlungsraum sind bereits fleißige Helfer konzentriert am Werk und deuten damit an, dass heute etwas Besonderes passieren wird.
Am heutigen Tage werden aus allen Ecken Bayerns Rot-kreuzler anreisen. Genauer gesagt werden vor allem die Jungen und Jüngsten des Roten Kreuzes erwartet.
25 Gruppen des Jungedrotkreuzes und der Wasserwacht sind angemeldet.
Alle interesierten Jugendgruppen des Roten Kreuzes wurden eingeladen, gemeinsam „Die Jagd nach Mister X“ zu spielen.

Wie beim berühmten Brettspiel-Vorbild „Scotland Yard“ muss ein Flüchtiger, genannt „Mister X“, gefangen werden. Mit Bus, Zug, Straßenbahn oder U-Bahn reisen die Fängergruppen durch Nürnberg und versuchen „Mister X“ ausfindig zu machen.

Nürnberg ist neben München, in Bayern, die einzige Stadt mit ausreichender Infrastruktur für solch ein Spiel.
In regelmäßigen Abständen muss „Mister X“ den Fängern einen Tipp in Form seinen derzeitigen Standorts geben. Nach jeder Fortbewegungsrunde wird sowohl von den Fängergruppen als auch von „Mister X“ eine Whatsapp – Kurznachricht geschrieben. Damit die Jagd sich ein wenig spannender gestaltet ist „Mister X“ mit einigen Jokern ausgestattet. So darf er, zum Beispiel, ein Doppelticket einsetzen, dieses erlaubt „Mister X“ zweimal in einer Fortbewegunsrunde zu ziehen.
Alle Joker helfen allerdings nichts, wenn die Gruppe zusammenarbeitet und „Mister X“ einkreist. So wurde auch „Mister X“ gefasst.
Mit dem gefangenen „Mister X“ ging es zurück zur Zentrale des Roten Kreuzes.
Dort wurden die erfolgreichen Fängergruppen geehrt.
In einem kurzen Feedback-Bogen bewerteten alle Teilnehmer die Aktion.
Keines der Kinder vergab eine Schulnote schlechter als „Gut“. Die meisten entschieden sich sogar für die Note „Sehr gut“.

Im Anschluss führte der Weg wieder in Richtung Heimat. Alle Kinder waren zwar erschöpft, aber glücklich durch und durch.
Auf diese gelungene Aktion ein dreifaches Patsch – NASS und ein herzliches „Dankeschön“, den ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren.

Autor:  WF

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